Zum Lachen braucht es ein wenig Geist

Extra | Klaus Nüchtern | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Philosophie: Henri Bergsons Klassiker "Das Lachen“ hat seit Erscheinen wenig Konkurrenz bekommen

Zum Lachen“, meinte Gottfried Keller, "braucht es immer ein wenig Geist. Das Tier lacht nicht.“ Die jüngsten Forschungsergebnisse scheinen den Dichter zu bestätigen. Der amerikanische Kognitionspsychologe Matthew Hurley, der gemeinsam mit seinem Kollegen Reginald Adams und dem Philosophen Daniel Dennett eine Theorie des Humors vorgelegt hat ("Inside Jokes: Using Humor to Reverse-Engineer the Mind“, 2011), geht davon aus, dass alle Witze auf die gleiche Weise geistig verarbeitet werden: Eine Annahme, zu der uns die Witze verleiten, stellt sich als falsch heraus, und "Heiterkeit und Lachen sind die Belohnung für diese Korrektur“, sagte er jüngst im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Angesichts der anthropologischen Bedeutung, die dem Lachen zugeschrieben wird, und der sozialen Relevanz, die es fraglos hat, ist es erstaunlich, wie wenig Anstrengungen unternommen worden sind, diesem


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