Über die Nacht, in und mit der Nacht

Extra | Julia Zarbach | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Philosophie: Gerhard Friese entwirft eine monumentale Theorie der Nacht als innere Erfahrung des Menschen

In der Frühzeit der Menschheitsgeschichte war die Nacht dunkel, unheimlich und undurchdringlich. Heute versucht der Mensch, sich die Nacht mit elektronischen Mitteln einzuverleiben und den Tag zu verlängern. In kulturwissenschaftlichen Betrachtungen galt bislang der hellen Seite der Erde das hauptsächliche Interesse.

Heinz-Gerhard Friese, der seit seiner wissenschaftlichen Laufbahn als Lehrbeauftragter und Professor an verschiedenen deutschen Universitäten und Fachhochschulen als Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler tätig ist, will diesem Ungleichgewicht mit seinem umfangreichen Werk über die "Ästhetik der Nacht“ nun entgegenwirken.

Der Leib der Nacht

Der 1948 geborene Kulturwissenschaftler hat sich nach eigener Aussage nunmehr 30 Jahre lang mit der Nacht beschäftigt und legt mit seiner 1300 Seiten starken Untersuchung einen ersten Band vor. Der Titel "Leib und Raum“ weist


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