Safran, Klapperschwamm und Blutpüree

Extra | Armin Thurnher | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Kochen: Neues aus den Schweizer Alpen, aus Kopenhagen und - gleich dreimal - aus der Wiener Küche

Die schiere Zahl der Kochbücher lässt nur einen Streifzug zu, ein Kochbuch-Stroboskop sozusagen. Erfreulicherweise können wir mit der Kategorie Wiener Küche eröffnen. Adi Bittermann legt gemeinsam mit Renate Wagner-Wittula ein traditionelles Kochbuch vor. Man erkennt schon am jugendstiligen Coverdesign, dass in "Die Wiener Küche“ nicht gnadenlos Moderne angestrebt wird, sondern ein umfassendes, respektables Kompendium von Sachertorte bis Rindfleischsalat.

Christian Petz zeigt schon im Titel, dass er anderes im Sinn hat. "Die neue Wiener Küche“ spielt nicht nur auf den Epochenbruch unter Werner Matt in den späten 70er-Jahre an, es ist auch Programm. Hier herrscht Tradition, aber nicht im Sinn der Bewahrung der Asche, sondern der Weitergabe des Feuers. Petz ist ein Origineller, wer seine Küche auf dem Badeschiff kennt, weiß es, und sein Kochbuch macht ihm Ehre. Leider hält bei beiden


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