Neu im Kino

Tourette, nicht nur nett: "Ein Tick anders“

Lexikon | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Eva hat "Schluckauf im Gehirn“. Wenn sie arglose Passanten ohne jede Vorwarnung mit "Kinderficker“ grüßt oder ihnen ein lautstarkes "Heil Hitler!“ entgegenschleudert, dann liegt das nicht an ihrer mangelhaften Erziehung, sondern am Tourette-Syndrom. Die leicht skurrile Familie des 17-jährigen Mädchens hat gelernt, mit der Krankheit zu leben. Davon erzählt die erste Hälfte von Rogenhagens sehenswertem Jugendfilm "Ein Tick anders“. Dann jedoch verliert ihr Vater seinen Job, plant die Übersiedelung nach Berlin, und Eva muss alles daransetzen, um ihre vertraute Kleinstadtwelt nicht zu verlieren, Höhepunkt: ein gewitzter Banküberfall, bei dem ihr bescheuerter Musiker-Onkel zur Ablenkung den gemeinsamen Song "Arschlicht“ zum Besten gibt! Lustig ist das, nicht nur für Kids, und von Schauspielstudentin Jasna Fritzi Bauer ganz fabelhaft gespielt. MO

Ab Fr in den Kinos


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