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Redfords Rührstück "Die Lincoln Verschwörung“

Lexikon | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Der Schauspieler John Wilkes Booth, der am 11. April 1865 im Washingtoner Ford’s Theatre Abraham Lincoln erschoss, spielt nur eine Nebenrolle. In Robert Redfords "Die Lincoln Verschwörung“ wird Booth auf der Flucht wie Lincoln hinterrücks erschossen, was bezeichnend für das folgende Gerichtssaaldrama ist, das sich an der Frage nach dem Zusammenwirken von Rachsucht und Gerechtigkeit abarbeitet. Ein junger Anwalt (James McAvoy) muss - erst widerwillig, dann enthusiastisch - eine mutmaßliche Mitverschwörerin vor einem Militärgericht verteidigen. Ein in staubigem Gegenlicht gefilmtes historisches Rührstück, dessen Ausgang bekannt ist und bei dem weniger die entsprechenden Anspielungen auf die US-amerikanische Gegenwart irritieren als die Beharrlichkeit, mit der Redford zu wissen vorgibt, was sein Land zu fürchten hat. MP

Derzeit im Kino (OF im Artis und Haydn)


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