Seinesgleichen geschieht

Wutbürger, die Krise und das fantastische Drohpotenzial der Banker

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Die Krise ist allumfassend, es gibt nichts, was nicht in der Krise ist. Bestimmt ist auch der Begriff der Krise in der Krise, die Krisenredner haben es - im Schatten der Eurokrise - nur noch nicht bemerkt. Denn die Eurokrise ist nichts, verglichen mit der Krise des politischen Systems und der Krise der Finanzwirtschaft, die das politische System vor sich hertreibt und es mit Spielsucht und Gier wieder einmal so stark übertrieben hat, dass wir für sie demnächst den Krisenwart spielen dürfen.

Ja, die Krise hat ein Problem, und wir mit ihr. Auch der Bürger ist in der Krise! Die Krise hat ihm den argumentativen Boden unter den Füßen weggezogen, und jetzt steht er da in einer Welt, in der er nichts mehr mitzureden hat, er, mit dessen Mitreden die ganze bürgerliche Herrlichkeit doch angefangen hat. Das ging schnell. Erst glaubte er noch, nichts als Bürgerfreiheit zu fördern, indem er die Wirtschaft vollends entgrenzte und indem er die Paradigmen der Wirtschaft der Politik oktroyierte.


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