Einer für alle. Alle für einen

Analyse: Richard Wimmer | Politik | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Warum die Probleme der französisch-belgischen Dexia-Bank und der österreichischen Erste Bank erst der Anfang sind

Jetzt beginnt das Aufräumen. Die französisch-belgische Dexia-Bank wird aufgespalten, und ein Gutteil ihrer riskanten 95 Milliarden Euro-Papiere soll in eine bad bank ausgelagert werden. Zum Vergleich: Der Haushalt der Republik Österreich beträgt rund 70 Milliarden Euro. Da nimmt sich der am Montag für 2011 prognostizierte Verlust der Erste Bank mit 800 Millionen Euro bescheiden aus.

Die Probleme von Dexia- und Erste Bank sind unterschiedlich, die eine hat sich mit toxischen US-Papieren verspekuliert und zu sehr in griechische Staatsanleihen investiert, die andere laboriert an den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise, unter der vor allem ihr Osteuropaengagement litt. Aber da enden die Unterschiede auch schon. Für beide gilt - wie für andere in den kommenden Wochen und Monaten auch -, was die Regierungen allerorten geschworen haben. Seit der Lehman-Pleite im Jahr 2008

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