Die Öffentlichkeit, das unbekannte Wesen

Politik | Rezension: Armin Thurnher | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Der Soziologe Kurt Imhof beschreibt die Krise und den neuesten Strukturwandel der Öffentlichkeit unter neoliberalen Bedingungen

Kurt Imhof untersucht Öffentlichkeit nicht nur, er ist ein Mann der Öffentlichkeit. Seine Studie über Qualitätsmedien führte in der Schweiz zu heftigen öffentlichen Debatten. Imhof, er leitet den Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft an der Uni Zürich, verteidigt öffentlich-rechtliche Werte, scheut keine Debatte und keinen Streit und schreibt, wie es sich für einen Professor für Publizistikwissenschaft und Soziologie gehört, auch theoretische Werke.

Sein neuestes Buch befasst sich mit der Krise der Öffentlichkeit, jenes Wesens, das untrennbar mit der Aufklärung verbunden ist. Vor der Moderne beherrschte das religiöse Weltbild das Denken, die göttliche Ordnung und die irdische Macht als deren Inbild wurden den Menschen nur vorgeführt. Mit dem Sieg der Aufklärung änderte sich das; nun herrscht die Vernunft, und die will begründet und


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