"So kann Demokratie nicht funktionieren“

Medien | Gespräch:Ingrid Brodnig | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Von Occupy Wall Street bis zur Tea Party: Amerika braucht einen neuen Journalismus, sagt Experte Phil Meyer

Er ist 80 Jahre alt, hat als Reporter das Ende der amerikanischen Rassentrennung und die Zeit des Kalten Kriegs in Washington mitverfolgt. Dann wurde Philip Meyer Journalismusprofessor und ein Doyen der amerikanischen Medienforschung. Vergangene Woche hielt Meyer im Rahmen der Hedy Lamarr Lectures einen Vortrag. Mit dem Falter sprach er über die Proteste in New York und darüber, was diese auch über den Zustand der Medien aussagen. Meyer hat übrigens einen konkreten Vorschlag, wie guter Journalismus in Zukunft aussehen könnte.

Falter: Herr Meyer, in den USA merkt man Unruhe in der Bevölkerung, viele Menschen fühlen sich von den zwei großen Parteien nicht repräsentiert. Neue Bewegungen wie Occupy Wall Street kommen auf.

Philip Meyer: Ja, das Problem mit der amerikanischen Demokratie ist unser Mehrheitswahlrecht. Es hilft den beiden Großparteien, und es erschwert anderen Parteien,


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