Ein Ösi am Resi

Feuilleton | Reportage: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Der Kärntner Martin Kusej ist neuer Intendant am Münchner Residenztheater. Die Eröffnungspremiere war ein Heimspiel

Man stelle sich vor: Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny verlängert den Vertrag von Michael Schottenberg am Volkstheater nicht. Daraufhin engagiert Ministerin Claudia Schmied ihn als Burgtheaterdirektor, und Schottenberg übersiedelt mit seinem gesamten Ensemble an den Ring.

Unvorstellbar? In München ist so etwas Ähnliches vor zehn Jahren tatsächlich passiert. Nachdem der damalige Kulturreferent Julian Nida-Rümelin an den Kammerspielen Dieter Dorn, der dort 18 Jahre lang Intendant gewesen war, durch Frank Baumbauer ersetzt hatte, wechselte Dorn mit Sack und Pack und fast allen Schauspielern auf die andere Straßenseite und wurde Intendant im Residenztheater.

Jetzt ist die Ära Dorn endgültig vorbei. Zu seinem Nachfolger wurde der österreichische Regisseur Martin Kusej berufen, vorige Woche trat er sein Amt an. Als Eröffnungspremiere im "Resi“ hatte Kusej Arthur Schnitzlers


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