Zahme Zombies, meuchelnde Menschen

Feuilleton | Geisterjagd: Ingrid Brodnig | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Das Comic "The Walking Dead“ holt die Zombies aus dem Tiefschlaf und erreicht als TV-Serie den Mainstream

Ein Kleinstadtpolizist wacht aus dem Koma auf. Doch an seinem Bett steht niemand. Kein Arzt, keine Schwester, kein Angehöriger weit und breit. Die Welt ist ein leerer Ort, auf den Highways fahren keine Autos. Kaputte Fahrzeuge, zerschlagene Fenster, verlassene Panzer, sonst nichts. Stille. Nur vereinzelt hört man Zombies ziellos durch die Gegend schlurfen.

Im Chaos nach dem Weltuntergang muss der Polizist Rick Grimes seine Familie wiederfinden und eine kleine Gruppe Überlebender davor bewahren, selbst von Zombies gefressen zu werden. Was sich nach einer herkömmlichen Horrorstory anhört, entpuppt sich als vielschichtiges Psychogramm einer vom Aussterben bedrohten Gesellschaft.

"The Walking Dead“ ist eines der einflussreichsten Comics der letzten Jahre, es erscheint seit 2003 und hat sich mit seinen bisher 89 Ausgaben zu einem Endzeitepos entwickelt, das das Zombiegenre revolutioniert.


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