Kunst unterm Hakenkreuz

Feuilleton | Vorbericht: Nicole Scheyerer | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Besser spät als nie: Das Wiener Künstlerhaus stellt sich in einer Tagung seiner Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus

Die Ausstellung war ein enormer Erfolg: 147.000 Besucher in nur sechs Wochen. Der Präsident des Künstlerhauses war über diesen Ansturm aber nicht nur froh. "Eines stimmt uns freilich nachdenklich: die fantastischen Besuchsziffern!“, formulierte Leopold Blauensteiner nach der Wanderausstellung "Entartete Kunst“, die 1939 auch in Wien Halt machte.

Das Künstlerhaus wurde nach dem Anschluss zum Zentrum für kulturelle Propaganda. Die budgetär aufgestockte und mit der Secession fusionierte Institution zeigte Ausstellungen wie "Der ewige Jude“ oder "Berge und Menschen in der Ostmark“, die jedoch weit weniger Besucher hatten.

Die Ausstellungen der NS-Zeit sind aber nur ein Thema der ambitionierten Tagung, die das Künstlerhaus nun zeitgeschichtlich unter die Lupe nimmt. Die vor 150 Jahren gegründete Künstlervereinigung arbeitet mit dem Symposium samt Publikation


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