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Feuilleton | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Nobelpreis für Tranströmer

Wieder einmal hat es die Jury der Schwedischen Akademie geschafft, mit ihrer Wahl des Literaturnobelpreisträgers für eine Überraschung zu sorgen. Heuer hat sie den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer (Jg. 1931) mit dem höchstdotierten und renommiertesten Literaturpreis der Welt ausgezeichnet. Der Stockholmer debütierte 1954 mit dem Gedichtband "17 dikter“, bis 1980 war er auch noch als Psychologe in einer Jugendstrafanstalt und als Berufsberater für Arbeitsämter tätig. 1990 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nach langer Rehabilitation einigermaßen erholt hat.

Tranströmer gilt als Meister der leisen Töne, der seine bisweilen fast Haiku-artigen Gedichte mit keinem Wort zu viel überlädt. Deutsche Übersetzungen seiner Werke durch Hanns Grössel sind bei Hanser erschienen, darunter die Sammlung "Sämtliche Gedichte“ (1997) sowie zuletzt "Das große Rätsel“ (2005). Für Schlagzeilen sorgte auch ein möglicher Wettskandal im Umfeld

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