Stadtrand

Samstag im Supermarkt: Ein Mann sieht rot

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Matthias Dusini | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

So was passiert. Einer oder eine kommt mit prallgefüllten Taschen vom Markteinkauf und will im Supermarkt nur noch rasch eine Milch holen. Er oder sie arbeitet sich bis zur Kassa vor, oh je, hoffentlich ist es kein Samstag, wo man rasch nach Hause muss, um das Mittagessen zuzubereiten. Weil Samstag ist Familientag, und unter der Woche hat man sich nicht gesehen. Man hat also das Biofleisch vom Markt und die Pastinaken und Erdäpfel für das Püree besorgt und die Zwetschken fürs Kompott. Hoffentlich sind die zu Hause schon mit dem Saugen fertig. Ich halte das nicht aus, wenn mir jemand mit dem Saugkopf beim Kochen zwischen den Beinen herumfährt. Jetzt also nur noch rasch die Milch einkaufen. Uff, ist die Schlange wieder lang. Ich hab doch nur eine Packung Milch, aber ich bin nicht wie die, die rufen: "Darf ich durch, ich habe nur ...“ Ah, endlich, jetzt bin ich an der Reihe. "Öffnen Sie Ihre Tasche bitte“, sagt die Kassiererin. "So eine Frechheit, was glauben Sie überhaupt! Ich bin doch kein Dieb! Sauer soll Sie Ihnen werden, die Milch.“


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