Zusammen ist man weniger allein

Stadtleben | Schreibgemeinschaft: Nathalie Grossschädl & Barbara Schellner | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Von wegen abgefuckt: Die Wohngemeinschaft gibt es immer noch, inzwischen sogar auch ein bisschen anders

Fast jeden, der diese Wohngemeinschaft in Wien-Neubau betritt, frisst der Neid. Die Geräumigkeit und die Luftigkeit beeindrucken. Das Wohnzimmer ist ein fast 150 Quadratmeter großer Raum mit im Fachwerkstil verzierten Wänden und Plafond. In der Mitte ein riesiges Sofa, Lederfauteuils und ein weinrot gemusterter Perserteppich. Für eine WG ist es ungewöhnlich sauber und aufgeräumt. Die Italienerin Silvie lebt mit der Spanierin Laura und den vier Österreichern Thomas, Vincent sowie den beiden Leons in einer rund 300-Quadratmeter-Wohnung. Die Altbauwohnung befindet sich in einer ehemaligen Fabrik.

Es ist drei Uhr nachmittags, und nicht alle Bewohner der 6er-WG sind daheim. Silvie, 23, kocht Kaffee. Sie ist eben erst aufgestanden. Verzweifelt sucht sie nach Milch im Kühlschrank. "Die ist leider aus“, ruft ihr Vincent zu. Silvie und ihre fünf Mitbewohner sind wohl eine typische Studenten-WG.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige