Wenn die Cowboymethode nicht zieht

Stadtleben | Recherche: Ulla Ebner | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Flirten in Zeiten der Globalisierung: wieso interkulturelle Annäherungen in Wien so schwer sind

Ein sonniger Freitagnachmittag am Schwedenplatz. "Hallo! Wie heißt du?“, sagt der dunkelhäutige junge Mann, lässt sich durch dezente Ignorierversuche nicht abschütteln, möchte sich unbedingt auf einen Kaffee verabreden. Wie reagiert man als Frau da politisch korrekt? Denn in Wahrheit finden es die meisten Österreicherinnen eher irritierend, auf offener Straße von einem wildfremden Herrn angequatscht zu werden. Noch dazu so direkt und unverblümt. "Cowboymethode“ nennt Magnigi aus der Elfenbeinküste diese Taktik. Er selbst habe das zwar nie getan, jedoch sei das in Westafrika nichts Ungewöhnliches. Sind sich zwei Menschen spontan sympathisch, verabreden sie sich eben auf eine Portion Aloko, Kochbananen - so das ivorische Synonym für "Kaffeetrinken“.

Wenn Migranten und Migrantinnen aus anderen Kulturkreisen nach Österreich kommen, kann es durchaus zum Culture Clash auf zwischenmenschlicher


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