Horch, ein Reh

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Die Hermesvilla mauserte sich von einer historistischen Würstelbude zum Restaurant

Nur zu Fuß erreichbar, 900 Meter leicht bergauf, etwa zehn Minuten Gehweg und bei Torschluss - das ist derzeit 18.30 Uhr - ist es hier im Lainzer Tiergarten schon sehr finster. Und das Museum in der Hermesvilla hat im Winter zu. Und das Niveau der technischen Ausstattung befindet sich auf dem Stand der letzten Renovierung in den frühen 70er-Jahren, mit dem baulichen Zustand schaut’s ein bisschen trister aus, auf der grandiosen Veranda etwa lastet baupolizeiliches Betretungsverbot.

Markus Artner nahm das Angebot, hier ein Restaurant zu betreiben, trotzdem an. Erstens, weil er eh Platz brauchte, um sein gerade eröffnetes Lokal im Parndorfer Outlet-Center mit Edelsnacks zu versorgen; zweitens, weil sich die Stadt Wien als außergewöhnlich flexibel zeigte; und drittens, weil Markus Artner meint, dass genau all diese Bürden miteinander insgesamt einen ziemlichen Reiz der Außergewöhnlichkeit haben.

Es dauerte


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