Theater Kritiken

Absurdes Schauspiel: Lasst die Puppen tanzen

Lexikon | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat drei! Absurdes Theater im Schauspielhaus: ein Fleischer ohne Fleisch, eine Frisöse ohne Ausbildung, ein Krimineller, eine schwindlige Frau und zwei Kinder. Wir sagen’s gleich, wir haben nicht kapiert, worum’s in Kevin Rittbergers "Puppen“ geht. Das Ende der Arbeit? Die Krise? Occupy Porzellangasse? Aber es war komisch, weil absurd. Und weil das Ensemble alle Register zieht und schreit und brüllt. Und Thiemo Strutzenberger auch noch so schön singt - Sufjan Stevens’ trauriges "The Owl and the Tanager“. Das Original hören wir anfangs zu einem Schwarzweißfilm, in dem das "Puppen“-Personal durch Wien spaziert. Am Ende gibt’s dann noch Livevideo. Das haben wir auch nicht verstanden. Aber wir hatten Lust zu schreien. Gutes, seltsames Theater.

Schauspielhaus, Sa, Di 20.00


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