Theater Kritik

Eine Verwechslung ohne Komödie

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Zu Beginn erschallt ein Kommando, der Vorhang hebt sich, und es wird elendslang exerziert und paradiert. Auch sonst bleibt nicht viel von Nestroy in Vicki Schuberts Inszenierung von "Der Färber und sein Zwillingsbruder“ am Volkstheater. Aus einer immerhin halblustigen Verwechslungskomödie um die Zwillinge Kilian (Färbermeister) und Hermann (Grenzgendarm) wird hier eine K.-k.-Militärklamotte. Matthias Mame-dof gibt einen passablen Kilian und einen unglaubwürdigen Hermann - für beider Couplets fehlt ihm leider die Stimme. Dafür darf Harald Serafin als vertrottelter General den "General“ von Georg Kreisler singen, und das Premierenpublikum liebt es. Eine der schlimmeren Aufführungen der letzten Zeit.

Volkstheater, Do 19.30


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