Ausgerechnet Saudi-Arabien

Falter & Meinung | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Betrifft: "Das umstrittene Abdullah-Zentrum ...“ von S. Apfl, Falter 41/11

Würde die Republik einem "Zentrum für interreligiösen Dialog“ zustimmen, wenn der Vorschlag und die Finanzierung vom Opus Dei kämen?

Oder einem "Kim Jong-il Demokratiezentrum“ nach einer Initiative von Nordkorea? Klingt ziemlich absurd, oder?

Aber ein von Saudi-Arabien initiiertes und finanziertes "König Abdullah Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ in Wien scheint für die Bundesregierung kein Problem zu sein.

In Saudi-Arabien steht auf den "Abfall vom Islam“ die Todesstrafe. Arbeitsmigranten nichtsaudischer Staatsangehörigkeit sind, laut Jahresberichten von Amnesty International, Freiwild und rechtlos.

So viel zu "Religionsfreiheit“ und "interkulturellem Dialog“ in diesem Land.

Die zaghaften Reformversuche des Königs Abdullah sind natürlich zu begrüßen. Aber die österreichische Bundesregierung stellt einem solchen Regime und solchen Verhältnissen einen Persilschein aus,


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