Kolumne Außenpolitik

Obamas Wiederwahl: eine Entscheidung ohne Alternativen

Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Wären die Präsidentschaftswahlen in den USA schon in diesem November, Barack Obama hätte kaum Chancen auf eine Wiederwahl. Die messianischen Erwartungen, die ihm zum Sieg verholfen hatten, haben sich vor allem bei seiner enthusiastischen linken Wählerschaft in Enttäuschung verwandelt. Oder in Unterstützung für die Occupy-Wall-Street-Bewegung, die kompromisslos einfordert, was Obama versprochen und nicht gehalten hat. Für die Demokraten könnte die linke Protestbewegung zu einem ähnlichen Problem werden, wie die rechte Tea Party für die Republikaner: Radikale Parolen verschrecken die entscheidenden Wechselwähler. Tatsächlich gewählt wird erst am 6. November in einem Jahr, doch Obamas Spielraum, verlorenes Terrain zurückzugewinnen, ist eng.

Das Wochenmagazin The New Yorker hat aktuelle Umfragewerte Obamas in einzelnen Bundesstaaten hochgerechnet. Das Ergebnis ist knapp. Drei Staaten würden demnach über Sieg oder Niederlage entscheiden: Illinois, Michigan und Pennsylvania, die

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