Die zweite Bankenkrise

Politik | Essay: Marianne Kager | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Nur drei Jahre nach der Lehman-Pleite und der dadurch ausgelösten Bankenkrise kämpfen Europas Banken wieder mit einem dramatischen Vertrauensproblem. Nur dass diesmal die Krise von den in den "Tresoren“ der Banken lagernden Staatspapieren ausgeht.

Staatspapiere sind in der Regel keine hochspekulativen Anlagen, mit denen man das schnelle Geld machen kann, ganz im Gegenteil. Und selbst die heutigen Problemländer der Eurozone, ja selbst Griechenland, wurden bis vor zwei Jahren von den Ratingagenturen als Veranlagungen bester Bonität eingestuft. Dementsprechend niedrig war auch die Verzinsung.

Als Folge von 2008 haben alle Staaten riesige Beträge zur Rettung der Finanzmärkte bereitgestellt. Einige von ihnen wurden dabei selbst schlechte Schuldner. Der Anlassfall für die derzeitige Krise ist daher nicht eine (neuerliche) maßlose Spekulation, sondern dass bisher als sichere Veranlagung geltende Staatspapiere auf einmal junk bond-Qualität bekamen. Das - addiert zu den immer noch aus der


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