Haiders unbürokratisches Kärnten

Politik | Bericht: Herwig G. Höller | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Russische Millionen, zwei Reisepässe und vier Freisprüche. Der Prozess gegen Franz Koloini bot neue Einblicke in die Ära Haider

Auf einem Konto bei der Hypo Alpe Adria, das es eigentlich gar nicht hätte geben dürfen, waren schließlich 197.032,80 Euro übriggeblieben. Die Summe sei über Umwege abgehoben und größtenteils bar an Jörg Haider übergeben worden. "Ja super, dann werden wir das Geld noch anders verwenden“, habe der Kärntner Landeshauptmann dabei frohlockt.

So lautete vergangene Woche die Darstellung von Franz Koloini. Der enge Mitarbeiter und Protokollchef des verunglückten Kärntner Landeshauptmanns musste sich wegen Verdachts auf Geldwäsche am Wiener Landesgericht verantworten. Neben Koloini auf der Anklagebank saßen Artjom Bikow und Aleksej Bobrow, zwei vermögende Geschäftsmänner aus Russland, und deren Wiener Wirtschaftsanwalt Helmut Seitz (Falter 33/2011). Letzterer hatte sich um eine Expresseinbürgerung für seine Klienten bemüht und war damit auch erfolgreich:


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