Die EU als Chicken-Game: wie Europa vom Risiko profitiert

Politik | Rezension: Verena Ringler | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

EU-Verweigerer gelten in Österreich als schick. Ein Crashkurs in Sachen Europa tut not. Anton Pelinka serviert die heiße Kartoffel

Wenn für eine breite europäische Öffentlichkeit das Ungenügen der Staaten erkennbar wird, mit den ökonomischen und sozialen Krisen der Zukunft umgehen zu können, dann steigen die Chancen auf eine weitere Vertiefung der Union.“ Dieses EU-Szenario skizziert Politologe Anton Pelinka in seinem neuen Buch "Europa - Ein Plädoyer“.

Pelinka erklärt die Motive und Leitideen der europäischen Integration einem Wahlvolk, das die EU nur aus dem Fernsehen kennt. Kompakt fasst er die EU als Antithese zu sämtlichen Nationalismen, als Absage an die Vergeltung zusammen. Ihr Grundsatz: aus der Vielfalt und in der Vielfalt zur Einheit. Sämtliche der EU anhaftenden Mythen zerlegt Pelinka dabei im Vorbeigehen. Die Fahnenträger gegen ein Imperium, ein deutsch-französisches Diktat, eine hypertrophe Bürokratie, eine Antithese zum Kommunismus, die Verteidiger einer


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