Auf der Suche nach der verlorenen Hochzeitsfeier

Feuilleton | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Der Home Movie Day im Volkskundemuseum wollte die Schätze aus privaten Filmarchiven ans Tageslicht bringen

Für die einen ein Türkeiurlaub in den 70er-Jahren, für die anderen das Haus der Großeltern in der DDR, das inzwischen abgerissen wurde: Von Amateuren gedrehte Super-8-Filme halten Ereignisse fest, die von Außenstehenden als banal betrachtet werden. Bei den Betroffenen lösen sie aber Emotionen aus, rufen Erinnerungen an Kindheit, Ferien und Feiertage wach. Am letzten Samstag war das Volkskundemuseum der Schauplatz des zweiten "Home Movie Day“. Filmprojektoren aller Art ermöglichten jedem, der noch im Besitz alter Filmrollen ist, seine filmischen Familiengeheimnisse zu lüften. Veranstaltet wurde der Tag vom Österreichischen Filmmuseum und dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Geschichte und Gesellschaft.

Die Filmhistoriker erwarten sich davon einen Einblick in die Alltagsgeschichte. "Wir würden uns wünschen, dass auch Frauen mit ihren Filmen kommen“, sagt Raoul Schmidt, der


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