"Unser Schicksal ist Fäulnis und Verfall“


Sitzung: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Die Kunstkritikerin und Pornografin Catherine Millet über Salvador Dalí, Narzissmus und die Vorzüge der Koprophilie

Die französische Kunstkritikerin Catherine Millet, 63, kam letzte Woche nach Wien, um in der Kunsthalle im Rahmen der noch bis 23.10. laufenden Salvador-Dalí-Ausstellung aus ihrem 2005 erschienenen Buch "Dalí und ich“ zu lesen. Einem größeren Publikum bekannt wurde die Chefredakteurin der Kunstzeitschrift Art Press nicht durch ihre Analysen von Yves Klein, sondern durch das autobiografische Buch "Das sexuelle Leben der Catherine M.“ von 2001, in dem es ausschließlich um Blasen, Lecken und Ficken geht. In der Sexaffäre um den Banker Dominique Strauss-Kahn verteidigte Millet öffentlich dessen Libertinage.

Falter: In der Kunsthalle werden Salvador Dalí und die letztes Jahr verstorbene französische Künstlerin Louise Bourgeois einander gegenübergestellt. Wie gefällt Ihnen das?

Catherine Millet: Ich habe die Ausstellung noch nicht gesehen, aber es gibt eine offensichtliche

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