"Die Stadt mit Neuer Musik überziehen“

Feuilleton | Interview: Heinz Rögl, Armin Thurnher | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Am 28. Oktober beginnt das Festival Wien Modern. Ein Gespräch mit dessen Intendanten Matthias Lošek

Als er 2010 sein Amt übernahm, gab es Kritik: Einer aus dem Kulturamt sei das, nicht ausreichend qualifiziert, hieß es. Die Arbeit, die Matthias Lošek zuvor sechs Jahre lang bei den Bregenzer Festspielen in Sachen Neuer Musik geleistet hatte, fiel dabei unter den Tisch. Das Programm 2010 hatte teilweise noch der Vorgänger Berno Odo Polzer erarbeitet, also konnte man Lošek auch danach nicht beurteilen. Nun liegt der erste von ihm allein gestaltete Wien-Modern-Spielplan vor, und er sieht durchaus spannend aus. Wie denkt Lošek über Neue Musik, wie programmiert er, was ist ihm wichtig?

Falter: Können Sie sich an ihr erstes Wien-Modern-Erlebnis erinnern?

Matthias Lošek: Es war nicht mein erstes, aber mein größtes, das prägendste, wie für viele: Als György Ligeti beim ihm gewidmeten Schwerpunkt 2003 hereinkam. Mit seinem bunten Häkelpullover - das war ein Ereignis! Da sind viele aufgestanden,


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