"Wien ist nicht aufregend!“

Stadtleben | Interview: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Wally Olins ist Markenentwickler. Er kann Firmen und Städten ein neues Image verpassen. Ein Gespräch über Wien und Städte des 21. Jahrhunderts

Wally Olins sitzt im besten Zwirn beim Frühstück im Do&Co-Hotel am Stephansplatz. Ein Londoner und Intellektueller, wie man ihn sich vorstellt. Freundlich, witzig, zuvorkommend und trotzdem geradeheraus. Die City draußen wirkt an diesem Oktobermorgen noch ein wenig verschlafen - ganz im Gegensatz zu Mr. Olins. Spricht man mit ihm über Wien, bekommt man den Eindruck, dass die Stadt überhaupt nicht aus den Federn kommt, dass ihr ein Motivations- und Modernisierungsschub guttäte. Logisch. Schließlich ist das auch Olins Job.

Falter: Mr. Olins, angenommen ich wäre der Bürgermeister von Wien und würde Sie bitten, das Image dieser Stadt zu ändern - was würden Sie sagen?

Wally Olins: Zuerst würde ich sagen, dass ich erfreut bin, helfen zu können. Dann würde ich sagen, dass Wien eine Reihe ernsthafter Probleme hat. Manche sind hilfreich, andere


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