Den eigenen Schritt wieder hören

Stadtleben | Hörbericht: Birgit Wittstock | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Hilfe! Wir versinken im Lärmeinheitsbrei - auditive Architektur könnte der Weg zu weniger Kopfweh sein

Viele Paare von Pferdehufen klappern über nasses Kopfsteinpflaster. Von links hört man das Rauschen der Autoreifen auf dem regennassen Asphalt. Die Weite des Raumes ist hörbar, denn der Wind hat genügend Anlauf, um einem mit viel Kraft um die Ohren zu pfeifen. Manchmal trägt er Wortfetzen von Touristen herüber. Die Sprachen sind nicht auszumachen.“ So könnte er in etwa klingen, der Hörbericht vom Wiener Heldenplatz am Donnerstag, dem 13. Oktober, zwischen zehn und elf Uhr. Aber von hier hat Uta Graff noch keinen angefertig. Bisher.

So hört sich beispielsweise der Berliner Ernst-Reuter-Platz an. Am Sonntag, dem 28. Februar 2010, zwischen 14.30 und 15 Uhr: "Immer wieder tut sich das schmerzhaft kreischende Knirschen feiner kantiger Steine auf den Gehwegplatten in unmittelbarer Nähe vor mir aus dem Rauschen hervor. Durch die Nässe des frisch gefallenen Regens ist das Geräusch


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