Das große Phressen

Stadtleben | Stilkritik: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Nirgends in Wien ist der Broterwerb so elegant wie bei Joseph in der Naglergasse

Vor ein paar Wochen hat in der Naglergasse, beste Adresse in der Wiener Innenstadt, ein Bäcker aufgemacht. Zwischen Juwelieren, Luxusgeschäften und eleganten Restaurants gibt es nun echte Handwerkskunst. "Brot vom Pheinsten“, lautet der orthografisch nicht ganz einwandfreie, aber umso witziger gemeinte Slogan der neuen Bäckerei - und die nennt sich Joseph. Mit pe ha.

Helmut Lang des Backens

Dass Joseph der Slogan wichtig ist, merkt man, weil er überall auftaucht. Auf der Tafel vor dem Geschäft, auf Sackerln und Einwickelpapier. Sogar auf dem Milch-Etikett. Bei Joseph gibt es nämlich nicht nur Brot (übrigens beste Bioware aus dem Waldviertel, mit toller Kruste aus dem Dampfofen, alles so, wie es sein soll, aber darum geht’s gerade nicht), sondern auch Snacks für den Büromenschen von nebenan. Oder eben Milch. Die kommt vom Biobauern in einer formvollendeten Klarglasflasche mit einem nüchtern-sachlichen


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