Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Dornerplatz: die Bronx von Hernals

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Christopher Wurmdobler ist ja immer sauer, wenn ich schreib, dass Hernals ein nicht nur kulinarisches Strukturproblem hat. Das Grätzel um den Dornerplatz - durch eine Parkgarage vor zehn Jahren aller Natürlichkeit beraubt, dafür in die Liste der Paradebeispiele einer glücklosen Stadtplanung aufgestiegen - ist dazu geeignet, diese These zu untermauern: So viele Geschäfte und Lokale wie hier haben kaum sonst wo zu.

Süpermarket

So weit, so trostlos. Jedoch gibt es Widerstand gegen den Verfall, und der kommt in erster Linie von türkischen Unternehmern. Der kleine Supermarkt von Fatma Karaer, zum Beispiel, ist im März in ein ehemaliges Teppichgeschäft eingezogen, eine Greißlerei mit ein bisschen (tadellosem) Obst und Gemüse, Huhn, Frischfisch und einer eigenen Bäckerei; oder Yenbo, der andere türkische Supermarkt, dessen dritte Wiener Filiale hier vor einem halben Jahr aufmachte, sehr ordentlich, hell, groß und gut sortiert; oder die türkische Süßwaren-Bäckerei Torunoglu Baklavari,


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