Der Subkontinent ist milde

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Ein neues Restaurant bringt beinahe die verlorene Würze ins Schleifmühlviertel

Ich kenn mich mit indischer Küche nicht aus, glaube also jedem sofort, der erzählt, dass einen dort die geschmackliche Dichte und Vielfalt ebenso umhaut wie die Fülle der Farben und Gerüche und überhaupt alles.

Was ich jedoch sicher und aus eigener Erfahrung sagen kann, ist, dass man davon bei den indischen Restaurants in Wien relativ wenig bemerkt. Und stattdessen mit unendlich großen Speisekarten konfrontiert ist, auf denen Gerichte vermerkt sind, die größtenteils orange-rot, geschmacklich undefinierbar, fettig, riesig und billig sind. Manchmal auch noch ordentlich scharf, was für sich allein ja aber auch noch keine Leistung darstellt. Und das mag während der vergangenen 25 Jahre in Wien auch gar keine schlechte Strategie gewesen sein, aber jetzt wäre es dann halt einmal an der Zeit, mit dem wirklichen Kochen zu beginnen.

Kulwant Jhand hatte jedenfalls Lust darauf. Nachdem er mit seiner Mutter lange


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