Heidi List Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Katzenspray

Kolumnen | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Ein Bekannter war krank und das Katzenstreu am Ausgehen. Damit er sich nicht auf die Straße schleppen musste, folgte er dem Tipp seiner Frau und stöberte im Onlineshop einer Drogeriemarktkette. Und fand dort in der Rubrik Tiere neben Futter, diversem Spielzeug und Katzenstreu eben einen Analspray. Für Katzen. Das interessierte ihn jetzt, so als fürsorglicher Tierhalter. Womit könnte er denn seiner Katze dienen mit so etwas? Er merkte sich den Namen des Produktes und googelte ein wenig. Und landete prompt auf den einschlägigen Websites für erotische Utensilien, also die für Menschen.

Das Produkt gab es dort auch, übrigens doppelt so teuer wie beim Drogeriemarkt. Der Spray entspannt anscheinend die Rosette, was für vielerlei dienlich sein kann. Er fragte sich, ob da noch andere tierische Utensilien überteuert angeboten werden. Ein Flohhalsband zum Beispiel als smelly SM-Fetischteil. Oder der Katzenklogeruchsstopper als schneller Neutralisierer nach einem Turboquickie. Die Hundebürste aus Draht für das Liebesmuster auf dem Rücken. Nein, so kreativ waren sie dann am Ende doch nicht.


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