Very British

Extra | Essay: Karl Duffek | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Warum ausgerechnet Großbritannien derart vielfältige Beiträge zur Musik der Gegenwart leistet - von den Beatles bis zu Emily Howard

Um zu ermessen, welche gesellschaftliche Stimmung im Großbritannien an der Wende von den 1950er- zu den 1960er-Jahren herrschte, lohnt ein Blick auf eine Debatte über populäre Musik, die 1964 sogar das Parlament beschäftigte. Nach der kargen Nachkriegszeit, als Unterhaltung, wenn überhaupt zugänglich, von und für Erwachsene definiert war, entstand nun eine eigene Jugendkultur, die von der Übernahme des amerikanischen Rock ’n’ Roll, aber besonders auch vom British Beat geprägt war.

Heute ist kaum noch nachvollziehbar, wie die frühen Beatles mit harmlosen Liedchen wie "She Loves You“ die Öffentlichkeit erregen konnten. Der Beatlemania der Jungen stand blankes Unverständnis jedenfalls eines Teils der Elterngeneration gegenüber: "Diejenigen, die die Beatles umschwärmen und deren leere Gesichter über die Fernsehschirme flimmern, sind der bedauernswerte


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