Form aufbrechen, Türl aufmachen

Extra | Begründung: Lothar Knessl | aus FALTER 42/11 vom 19.10.2011

Die finalen Überraschungen des Gerald Resch - auch in der "Collection Serti“

Ein mit 14 Ausführenden zu besetzendes Ensemblewerk ohne Dirigenten? Die Aufführungsform unterbindet einen solchen. Da stellen sich anfangs denn doch Bedenken ein. Wie funktioniert die Koordination, was alles ist im möglichst hohen Level spieltechnisch noch zumutbar? Aber sukzessiv kehrt sich die Perspektive um: Gerald Resch empfindet schließlich die Herausforderung als anregend, interessanter als ein "normales“ Ensemblestück. Also macht er sich auf die Suche nach Strukturen, die in diversen räumlichen Konstellationen funktionieren. Das Resultat: "Collection Serti“, ausgezeichnet mit dem Kompositionspreis 2011 der Erste Bank, eingepackt in das poetische "Event“ des Belgiers Patrick Corillon, das innerhalb von rund fünf Stunden alle Säle des Wiener Konzerthauses umfasst.

Die Lösung: das Ensemble, in kleinen, klanglich ungleichen Gruppen räumlich verteilt, hat Blickkontakt und koordiniert selbst


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige