Kritik

Die elendslange Odyssee des Soldaten Schwejk

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Der humpelnde Soldat Schwejk (überzeugend: Leopold Selinger), eigentlich Hundezüchter von Beruf, folgt jedem Befehl übermotiviert und kommt damit, auf groteske Art und Weise, heil durch den Ersten Weltkrieg. Bruno Max’ Inszenierung "Der brave Soldat Schwejk“, nach dem Schelmenroman von Jaroslav Hašek, ist eine antimilitaristische Satire im Volksstück-Stil und ein Riesenaufwand an Requisiten, Dialekten und Kostümen. Mithilfe einer Drehbühne wandert der "behördliche Idiot“ Schwejk vom Gasthaus auf die Polizeistation, vom Gefängnis in die Irrenanstalt, wird zum "Putzfleck“ des Oberleutnants und muss letztendlich an die Front. Wenn das Ganze nicht gar so lang dauern würde, könnte der politische Klamauk sogar Spaß machen.

Scala, Fr, Sa, Di-Do 19.45 (bis 4.11.)


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