Seinesgleichen geschieht  

Europa in der Krise: jetzt mit Schirm, leider ohne Charme

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Europa spannt uns also einen Rettungsschirm auf. Ob damit ein Fallschirm gemeint ist, ein Regenschirm gegen alles Saure oder ein Radarschirm, auf dem wir das Böse unaufhaltsam auf uns zukommen sehen, ist mir nicht klar geworden. Die gute Nachricht: Die Banken müssen zahlen. Die schlechte: Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, wie viel. Denn das Prinzip, nach dem die Lenker Europas mit den Bankern verfahren, widerspricht jenem, mit dem die Banker mit allen Kunden verfahren zu pflegen. Für die Banken soll das Prinzip der Freiwilligkeit gelten, während sie selbst nach dem Prinzip der Kundenknebelung vorgehen.

Verfahrt mit den Banken, wie sie mit uns verfahren!, wünschen sich kleine Maxis wie ich. Das wird aber nicht geschehen, denn auch wenn Frau Merkel und Herr Sarkozy im Umgang mit den Banken ein paar Härtegrade zulegen, bleibt doch der Verdacht, sie lassen sich in Finanzdingen von Finanzleuten beraten, die in diesen Beratungen ihre eigenen Geschäftsinteressen vertreten.

Die

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige