Glosse 

Causa "Kiss and Ride“: Ist es schmutzig oder schlicht unsinnig?

Kirche

Falter & Meinung | Joseph Gepp | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Kiss-and-Ride-Schilder meinen laut ÖBB "das Abliefern oder Abholen von Fahrgästen an einer Zugangsstelle des öffentlichen Verkehrs durch einen von Dritten gefahrenen Privat-Pkw“. Also eine Haltezone. Aber weil englische Wortkonstruktionen schick sind und man seine Liebsten oft mit Küssen abliefert und abholt, wird daraus Kiss and Ride.

Touristen würden dies als Hinweis auf Prostitution missverstehen, alarmiert das Portal kath.net. Vor allem, wenn rundherum sowieso "das horizontale Gewerbe agiert“.

Leicht kann man nun die Nase rümpfen über die gestrige Kirche und ihre Sorgen. Dabei hat sie mit ihrer Kritik prinzipiell nicht unrecht. Nur sollte sie nicht fürchten, dass jemand fälschlicherweise an Prostitution denkt. Sie sollte eher sagen: Diese Schilder sind unglaublich blöd.


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