Die Show der Mover   und Shaker ist over


Kommentar: Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Kunsthallen-Direktor Gerald Matt gehört zu einem Typ von Kulturmanagern, die aus der Zeit gefallen sind

Er geht ein Risiko ein, indem er sich dem Urteil und den Blicken der anderen aussetzt.“ So beschrieb die französische Kunsthistorikerin Catherine Millet im letzten Falter die Persönlichkeit Salvador Dalís. Ihre Analyse der Selbstdarstellung des spanischen Künstlers könnte auch auf Gerald Matt, den Direktor der Kunsthalle Wien, bezogen werden, der kürzlich - ein Großer grüßt einen Großen - Dalí eine Ausstellung widmete.

Allerdings wird die Exponierung Matts, der in Interviews gern auf einen Kardinal unter seinen italienischen Vorfahren verweist, seit geraumer Zeit nicht mehr so positiv gesehen. Die Österreich-Ausgabe der Zeit nennt ihn einen "despotischen Dandy“. Laut Profil soll er auf Kunsthalle-Kosten Reparatur-, und Transportarbeiten in seiner Gumpendorfer Wohnung durchführen haben lassen. Das erinnert an jene Gefängnisdirektoren, die sich von Häftlingen beim Hausbau

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