Was die Nazis unter "Kinderheim“ verstanden: der Fall Friedrich Zawrel


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Wurde in den 70er-Jahren in Wiener Heimen die Erziehungstradition des Dritten Reichs fortgesetzt? SPÖ-Stadtrat Christian Oxonitsch stellte diese These vergangene Woche in den Raum. Wenn dem so wäre, was hätte dies zu bedeuten? Von welcher Tradition spricht der Jugendstadtrat?

Es gibt ein ehemaliges Heimkind, das auf diese Fragen Antworten geben kann: Friedrich Zawrel, 82, Träger des Großen Ehrenzeichens der Stadt, das er aus Protest gegen die rote Ignoranz und Vertuschung lange Zeit abgelehnt hatte.

Friedrich Zawrel hat nicht nur die systematische Kinderquälerei in städtischen und ländlichen Kinderheimen, sondern sogar die Euthanasieanstalt am Spiegelgrund und ihren gefürchteten NS-Arzt Heinrich Gross überlebt. Zawrel hat den Massenmörder mithilfe des Arztes Werner Vogt in den 80er-Jahren schließlich überführt (doch die SPÖ, die rot regierte Stadt und das rote Broda-Justizministerium blieben fast 20 Jahre untätig, weil sie den treuen Genossen schützen wollten). Erst vor wenigen

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