Martin Grafs seltsamer Agitprop

Politik | Recherche: Barbara Tóth | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Das FPÖ-Nationalratspräsident verschickt Parteipropaganda ungefragt an Privatadressen

Der Empfänger war einigermaßen überrascht, als er am 5. November 2009 das E-Mail mit dem Absender infobrief@unzensuriert.at zum ersten Mal in seinem privaten elektronischen Briefkasten vorfand.

Weder hatte er sich für diese Seite angemeldet noch kannte er den Absender. Beim Weiterlesen entpuppte sich der Infobrief als lupenreine FPÖ-Presseaussendung. Ganz am Ende war dann auch ersichtlich, welcher Politiker so viel Mitteilungsbedürfnis hat: Der Absender war Martin Graf, Dritter Nationalratspräsident, Mitglied der rechtsextremen Olympia-Burschenschaft und umstrittener Rechtsaußen-Repräsentant seiner Partei.

Grafs Propagandabriefchen erreichte in Folge auch zwei andere Empfänger in regelmäßigen Abständen ungefragt auf ihren a1.net-Privatadressen - und das bis heute.

Alle drei Adressaten haben eines gemeinsam: Sie arbeiten seit Jahren für das Forschungszentrum Seibersdorf. Dort war Graf von 2003


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