Nachgetragen  

Politik | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Occupy Lindengasse: Ein besetztes Haus wird zum Kreativraum

Maximilian Weber

Schon die Fassade beeindruckt. Sie schmücken skurrile Figuren und bunte Schriftzüge, ein kreischender Affe schreit dem Betrachter ins Gesicht: "Wir bleiben alle!“

Seit dem 14. Oktober ist das geräumige Eckhaus in der Lindengasse 60 im siebten Bezirk besetzt. Das leerstehende Gebäude gehört ausgerechnet der in den Privatisierungsskandal verwickelten Buwog. Die Immobiliengesellschaft will es abreißen, um "Wohnraum für Familien und junge Paare“ zu schaffen. Für die Besetzer ist das pure Ironie: "Wir nehmen das Haus denen, die es geklaut haben, weg und geben es den Menschen zurück.“ Ein Freiraum sei nun geschaffen, ein neuer Anfang. Und alle seien eingeladen vorbeizukommen. Zum Erleben, Staunen, Mitmachen.

An den Wänden hängt das Programm: Filmvorführung, Fahrradreparatur oder Möbelbauen. Am Wochenende herrschte in den Gängen solch dichtes Gedränge,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige