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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Ich habe zuletzt sehr viel gelacht. Schuld ist Werner Faymann, der Sozialdemokrat will nun auch im sozialen Web aktiv sein. So einfach, wie es sich anhört, ist es aber nicht. Der Kanzler hat ein Team von neun Leuten, die ihm auf Facebook helfen. Wenn ich neun Facebook-Mitarbeiter hätte, wäre mindestens einer dafür abgestellt, die lustigsten Katzenvideos zu finden und zu posten. Ein zweiter müsste die Fotos fremder Menschen ausspionieren und mir davon berichten.

Da ich keine neun Mitarbeiter habe, muss ich das alles selber machen. Ich twittere sogar selbst. Das macht Faymann nicht, sein Team nutzt Twitter nur als Zusatzkanal, um Geschichten "anzuteasen“. Die Rache des Web kam sofort. Irgendwer hat den Account WernerFailmann angelegt und verfasst nun eine Parodie auf die SPÖ, etwa: "Ich versteh twitter noch immer nicht. Nur 140 Zeichen. Wie viel Inserate muss ich da schalten für einen positiven Tweet?“ Besser als das Imitat kann das Original gar nicht mehr werden!


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