Neues vom Ol’ Dirty Bastard: Onkel Toms Schrottplatz hat seine Pforten wieder geöffnet

Feuilleton | Musikkritik: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

All aboard, all aboard!“, krächzt Tom Waits vergnügt. "Bad As Me“, sein 20. Studioalbum, ist zu dem Zeitpunkt zwei Minuten alt. Wir befinden uns im letzten Teil von "Chicago“, dem hyperaktiven Auftakt. Gefühlsmäßig ist da schon klar, dass im Folgenden nicht mehr viel schiefgehen kann. Also: Einsteigen, der Schrottplatz hat wieder aufgesperrt.

Freilich: Man könnte nicht behaupten, das neue Werk von Tom Waits mit besonderer Spannung erwartet zu haben. "Real Gone“, das letzte Studioalbum mit ausschließlich neuem Material, datiert zwar schon sieben Jahre zurück. Dazwischen kam aber noch das Triple-Album-Paket "Orphans“, ein Füllhorn mit Schmankerln und Raritäten. Zudem hat Waits einfach schon eine Menge sehr guter Platten aufgenommen, die sich noch dazu als äußerst langlebig erwiesen haben. Und zwischen sentimentalen Sperrstund-Pianoheulern und herzhaftem Lärm ist darauf für praktisch jede Stimmung etwas zu finden.

Auf "Bad As Me“ bietet der 61-Jährige nun Waits in


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