Kunst, Kater und Kirchenmusik

Feuilleton | Porträt: Florian Obkircher | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Mit ihrem wunderbaren zweiten Album "Ceremonials“ beschwört Florence and the Machine erneut den großen Pop

Purpurrote Samthose, naturweißes Rüschenhemd und Hippiehut mit breiter Krempe. Florence Welchs Outfit erinnert an Joni Mitchell und die Folkrock-Romantik der 70er-Jahre. Exzentrisch für eine 25-Jährige, keine Frage. Doch auf den zweiten Blick wird klar: Diese Klamotten stammen nicht aus der Altkleidersammlung, alle Details sind genau aufeinander abgestimmt. Stilbewusstsein zieht sich wie ein roter Faden durch die Karriere der Londonerin, die sich auf der Bühne Florence and the Machine nennt. Für ihre Songs gilt das wie für ihr Styling, weshalb der Musikerin mit der Grazie einer blassen Schönheit aus dem 19. Jahrhundert sowohl die Musik- als auch die Modewelt zu Füßen liegt.

Ein sonniger Herbstnachmittag in einem prunkvollen Londoner Hotelgarten. Welch nippt an einer Tasse Tee und streicht sich den feuerroten Pony aus der Stirn. Sie wirkt entspannt, ihr neues Album "Ceremonials“


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