"In meiner Wiege lagen Hammer und Sichel“

Feuilleton | Interview: Heinz Rögl | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Der legendäre DDR-Liedermacher Wolf Biermann über seine Ausbürgerung und die Finanzkrise, über Erich Fried und Karl Kraus

Kürzlich hielt Wolf Biermann im Parlament in Wien eine Rede über "Glanz und Elend der Demokratie“. Demnächst gibt er unter dem Motto "Wer sich nicht in Gefahr begibt, der kommt drin um“ ein Konzert im Theater Akzent. Er will dort neben neuen auch alte Lieder singen - "damit mich Leute wiedererkennen, die mich länger nicht gehört haben“, wie er sagt. Auch in Österreich kennen den Liedermacher viele seit dem Programm "Wolf Biermann (Ost) zu Gast bei Wolfgang Neuss (West)“, seit den Wagenbach-LPs, die in der Berliner Chausseestraße aufgenommen wurden, als er in der DDR verboten war. Sein vom WDR im Fernsehen übertragenes Konzert in Köln war 1976 Anlass für Biermanns Ausbürgerung aus der DDR.

Falter: Herr Biermann, nachdem man Sie aus der DDR aussperrte, wurden Sie Mitglied der KP Spaniens. Brauchten Sie denn eine "neue Kathedrale“?

Wolf Biermann: Das


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