Ohren auf  

Zwischen Melancholie und echtem Schmerz

Sammelkritik: Neues aus der österreichischen Singer/Songwriter-Welt

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Robert Guenter kommt aus Wien, auf den hiesigen Bühnen hat man sein Projekt Stars For The Banned bislang aber kaum erlebt. Dafür war der 28-jährige Sänger, Songwriter und Multiinstrumentalist bereits als Toursupport für den deutschen Indiepop-Feinspitz Get Well Soon tätig. Sein in langwieriger Heimproduktion entstandenes erstes Album "Stars For The Banned“ (Labelship) ist randvoll mit Schwermut; zu einer gut funktionierenden Mischung aus elektronischen Sounds und analogen Instrumenten singt Guenter mit leidender Stimme von Lichtern, die schwächer werden, von Berührungen, die Traurigkeit auslösen, und von nüchternen Geistern; die Lieder heißen "Party For The Weak“ oder gleich "You Are My Loss“. Der Grat zwischen Larmoyanz und Emotionalität, Theatralik und Schönheit ist gefährlich schmal, er wird hier aber erstaunlich gut gemeistert.

Das deutsch-österreichische Duo Maur Due & Lichter agiert auf "Another Day“ (Las Vegas Records) ebenfalls an der Schnittstelle von analog


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