Stadtrand 

Wien, wo die Regeln in Asphalt gepinselt werden

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Wie hieß nochmal gleich die Ministerin, die für sich und ihr Auto eine eigene Fahrspur auf der Neustiftgasse beanspruchte? Egal. Weil sie damit nicht alleine ist: Auf der Ausfallstraße durch Wien-Neubau beanspruchen sowieso eine Menge Leute eine eigene Fahrspur: Taxilenker, Buschauffeure, Radfahrerinnen. Und, ach ja, Fahrer von Behindertentransporten. Die müssen und sollen alle schnell durch. Für Bus, Transporte und Räder ist eine Fahrbahn reserviert, besagen Verkehrsschilder. Von Taxis steht da zwar nichts, aber irgendjemand hat einfach "Bus“ und "Taxi“ mit weißer Farbe auf den Asphalt gepinselt. Und das gilt jetzt offenbar. Jetzt hupen Busse und Taxis Radler regelmäßig von der Straße runter: Weg da! Hey, wäre das nicht eine schöne Aufgabe für den neuen städtischen Radwegbeauftragten? Mit weißer Farbe ein paar Fahrradsymbole auf die Neustiftgasse malen (und auf die Burggasse gleich mit dazu). Damit die anderen wissen, dass Räder hier auch dürfen. Und sollen. Und können.


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