7 Sachen die Sie über den ZENTRALFRIEDHOF eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Am Zentralfriedhof is Stimmung, wias sei Lebdog no ned wor ...

... weu olle Tot’n feiern heit seine erscht’n hundert Johr.“ Jo, eh. Wolfgang Ambros’ Hymne "Es lebe der Zentralfriedhof“ hat er der Bestattungseinrichtung 1975 zum Hundertjährigen gewidmet.

War aber nicht der einzige Friedhofshit?

Stimmt. Ende des 19. Jahrhunderts, als der 2,5 Kilometer große Friedhof am Rande Simmerings angelegt wurde, sangen die Wiener auch "Wenn i amal stirb, stirb, müssn mi d’Fiaker tragn und dabei Zithern schlagn, weil i das liab, liab…“ und tranken ein Glaserl Wein auf den Gevatter Hein, das monokeltragende Skelett.

Wie war das mit der schönen Leich?

A schöne Leich? Das waren vor allem Adelige, hohe Würdenträger, später auch Politiker und Künstler, die mit Pomp und üppigen Zeremonien auf Kutschen und mit langem Trauerzug durch die Stadt bis hinaus zum Zentralfriedhof begleitet wurden.

So ähnlich wie damals bei Falco?

Fast. Der war auch a schöne Leich, als er im Februar 1998 mit langem Trauerzug am Zentralfriedhof ankam, um dann eingebuddelt zu werden.

Wie viele liegen dort eigentlich??

Das unterirdische Wien hat bereits mehr Einwohner als das oberirdische: Rund drei Millionen Menschen liegen in den etwa 330.000 Grabstellen des Zentralfriedhofs - nach dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf übrigens der zweitgrößte Europas.

Alles verschiedene Konfessionen?

Klar. Katholiken, Evangelische, Moslems, Juden und Buddhisten. Es gibt auch Extraabteilungen für Arme und Babys und einen Waldfriedhof.

Und zuletzt: Was ist der Unterschied zwischen Zürich und dem Zentralfriedhof?

Zürich ist doppelt so groß, aber nur halb so lustig. Tja, es lebe der ...


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