Fiesta Mexicana im Wiener Herbst

Stadtleben | Begegnung: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 43/11 vom 27.10.2011

Eine Wiener Anthropologin wird in Mexiko Heilerin und veranstaltet zu Allerheiligen den Día de los Muertos

Gitti Rattay hat Totenbrötlein gebacken. Süß schmecken sie und nach Anis. Beim Backen hat Rattay improvisieren müssen. "Jede Familie in Mexiko hat da ihr eigenes Rezept“, erzählt sie. Aber die Form ist immer ähnlich: rund, mit einem Kreuz, das seinen Ursprung aber nicht im Christentum hat, sondern Knochen symbolisiert und an ein altes Bestattungsritual erinnern soll.

Sechs Jahre lang hat Rattay, 40, in Mexiko gelebt. Beginnt sie davon zu erzählen, kann sie sich nur schwer beherrschen, vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Je länger sie von ihren Abenteuern in der fremden Kultur berichtet, desto mehr bekommt man den Eindruck, die Wienerin ist Mexikanerin. Die dichten Brauen, das dunkle Haar? Von wegen Folklore: Sie hat das Mexikanische verinnerlicht.

Angeregt von der Lektüre der Lebensgeschichte einer amerikanischen Heilerin mit mexikanischen Wurzeln, begab sich die studierte


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